Mähdrescher beim Fotosshooting – Mein Pferd will immer nur fressen

Sobald ich meine Kamera in der Hand halte, blende ich alles um mich herum aus, das nichts mit dem Fotoshooting zu tun hat. Ich bin in meiner Welt, in meiner Passion.
Geht es deinem Pferd ähnlich, sobald es frisches Gras schnuppern kann?
Verfressene Pferde sind mehr die Regel als die Ausnahme und deshalb habe ich heute 3 Tipps für dich, wie das Fotoshooting mit deinem Pferd trotzdem entspannt wird und ihr den Fress-Stress hinter euch lassen könnt.

Warum will mein Pferd die ganze Zeit fressen?

In freier Natur verbringen Pferde 16 Stunden ihres Tages mit Fressen. Sie sind sogenannte „Dauerfresser“ und haben einen kleinen Magen sowie ein störanfälliges Verdauungssystem, womit ihre Anatomie auf eine ständige Futteraufnahme ausgelegt ist. Weil pflanzliche Kost niemals so nährstoffkonzentiert wie tierische Kost ist, benötigen Pferde eine vergleichsweise große Menge an Futter, um ihren Nährstoffhaushalt zu decken. Nur so können sie ihr Körpergewicht bei normaler Aktivität halten oder erhöhen.
Wenn dein Pferd also die ganze Zeit fressen will, liegt das schlichtweg in seiner Natur
Mehr zum Fressverhalten von Pferden kannst du in diesem Artikel lesen.

3 Tipps für ein entspanntes Fotoshooting verfressenen Pferden:

1. Sucht euch eine Location an der wenig oder kein Gras wächst.
Das könnte beispielsweise eine Kiesgrube, ein Strand, ein moosbewachsener Wald, eine Reithalle, der Pferdehof an sich, eine Sandschneise oder ein See sein. Es gibt so viele Möglichkeiten, bei denen dein Pferd nicht ständig in Versuchung gerät, sich am Boden festzufahren. Ein fehlender Reiz bedeutet auch weniger Stress für dein Pferd, denn wo du es nicht ständig korrigieren musst, entsteht weniger Konfliktpotential. Dein Pferd muss nicht innerlich dauerhaft gegen diesen Drang zu fressen ankämpfen.

2. Nutze Fresspausen als Belohnung
Diese Methode benötigt etwas Übung und ist nicht von heute auf morgen umsetzbar. Anstatt von Leckerlis, bekommt dein Pferd eine kurze Fresspause, wenn es gut mitgearbeitet hat. Vorraussetzung dafür ist, dass du dein Pferd jederzeit aus dem Fressen abrufen kannst und es erst frisst, wenn du es erlaubst. In Verbindung hiermit kannst du mit deinem Pferd für das Fotoshooting üben: erwarte von ihm, dass es erst 20, dann 40, dann 60 Sekunden usw. still steht und belohne es dann. So ist die Situation dem Pferd an unserem Termin nicht unbekannt und spart allen Seiten eine Menge Stress.

3. Baue das Fressverhalten in das Fotoshooting ein
Ja, das meine ich ganz ernst. Eigentlich gibt es bei jedem meiner Shootings ein Bild, wo das Pferd am Fressen ist und der dazugehörige Mensch sich an es lehnt, es am Kopf streichelt, es beobachtet oder krault. Wie du an den Beispielen sehen kannst, sind das keinesfalls schlechte Fotos. Meist sind diese Momente die realitätsnächsten und emotionalsten des gesamten Fotoshootings.

Fazit

Wie du also merkst: Es sollte dir keine Sorgen bereiten, wenn dein Pferd ein kleiner Mähdrescher ist. Schon die Wahl der Location kann viel Anspannung von diesem Thema nehmen und Übungen reduzieren den Stress zusätzlich. Außerdem ist das Fressverhalten keineswegs etwas Negatives und kann wunderbar in das Fotoshooting integriert werden.
Im Endeffekt wollen wir doch sowieso die Bilder, die dein Pferd und dich so zeigen, wie ihr seid und nicht die Bilder, die aussehen, als wärt ihr einem Modemagazin entsprungen.

Melde dich gern für ein Fotoshooting bei mir! Ich freue mich auf euch! 

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